Nagelpilzmittel Test

Sind Sie auf der Suche nach Tipps wie Sie lästigen Nagelpilz loswerden können? Dann sind Sie hier genau richtig.

Auf dieser Webseite wollen wir Ihnen nützliche Tipps geben, wie Sie Nagelpilz erfolgreich behandeln können und haben dafür die verschiedensten Mittel getestet. Im untenstehenden Testbericht finden Sie die drei Nagelpilzmittel, die in unserem Test am besten abgeschnitten haben und Ihnen ganz sicher auch bei der Behandlung helfen werden.

Nagelpilzmittel Test: Welche Medikamente helfen wirklich?

Platz 1: Zetaclear

ZetaClear gegen Nagelpilz und Fußpilz

zetaclear erfahrungZetaClear ist ein homöopathisches Mittel aus den USA gegen Nagel- und Fußpilz. In Deutschland ist es kaum bekannt, doch lohnt es sich, einen genaueren Blick darauf zu werfen.

Nagelpilz ist äußerst nervig und unschön. Um diesen wieder loszuwerden gibt es verschiedene Mittel und Medikamente. Einige davon funktionieren gut, andere wiederum überhaupt nicht. Eines ist jedoch Fakt: Es gibt kein Zaubermittel welches den Nagelpilz innerhalb weniger Tage beseitigt. Geduld und Disziplin sind gefragt, wenn man den Nagelpilz wirklich loswerden will. Und darüber hinaus sollte man natürlich auch ein Mittel anwenden, welches wirklich hilft.

Wer sich nicht mit Chemie vollpumpen möchte und versuchen möchte, den Nagelpilz auf natürlichem Weg loszuwerden, der sollte es einmal mit ZetaClear versuchen. ZetaClear ist ein amerikanisches Mittel gegen Nagelpilz und ist rein homöopathischer Natur. ZetaClear besteht aus verschiedenen natürlichen Zutaten wie etwa Teebaumöl (antiseptische Wirkung), Mandelöl (feuchtigkeitsspendend), Zitronengrasöl, Jojoba Öl (sorgt für Elastizität), Vitamin E (antioxidante Funktion) usw.

ZetaClear bahnt sich bei Anwendung direkt einen Weg unter den befallenen Nagel und greift die Infektion dort direkt an. Darüber hinaus stärkt es ihr Immunsystem und beschleunigt so den Heilungsprozess. Erste Resultate zeigen sich bereits nach 4 Wochen kontinuierlicher Anwendung; bei sehr starkem Befall kann es allerdings vorkommen, dass es etwas länger dauert. Sie können den Prozess der Heilung jedoch etwas begünstigen indem Sie, nachdem Sie ZetaClear aufgetragen haben, die betroffenen Nägel mit einem Pflaster überkleben. So wird der Nagel mit dem Gel feucht gehalten und ZetaClear kann lange einwirken.

Da es sich um ein pflanzliches Mittel handelt, brauchen Sie auch keine Angst vor Nebenwirkungen zu haben. Trotzallem empfiehlt es sich die Packungsbeilage durchzulesen und bei Bedenken einen Arzt zu konsultieren. Auch wenn Sie gegen einen der Inhaltsstoffe allergisch sind, sollten Sie vom Gebrauch absehen.

zetaclear vorher nacher

Die Anwendung von Zetaclear

ZetaClear sollte dreimal täglich angewandt werden. ZetaClear kommt mit einer praktischen kleinen Bürste mit der das Auftragen kinderleicht ist. Einfach auf den betroffenen Nägeln auftragen. Sie sollten auch etwas ZetaClear unter der Nagelspitze auftragen. Vergessen Sie das Pflaster nicht. Jeden zweiten Tag sollten Sie dann die Rückstände des Gels vorsichtig entfernen und die Oberfläche der Nägel mit einer Feile behandeln. Dies sollte etwa zweimal pro Woche geschehen.

Wo kann man ZetaClear kaufen?

ZetaClear gibt es nicht in Deutschland zu kaufen. Es empfiehlt sich das Produkt über die Webseite des Herstellers zu beziehen. Dieser verfügt auch über eine deutschsprachige Webseite. Da das Produkt aus den USA stammt sind die Werbemaßnahmen auch dementsprechend bunt und plakativ und etwas ungewohnt für den deutschen Einkäufer. Auch die deutsche Übersetzung regt zum Teil zum Schmunzeln an. Nichtsdestotrotz sollte man sich davon nicht abschrecken lassen. Denn es kommt ja auch das Endresultat an; und dieses wirkt wirklich zuverlässig und gut.

ZetaClear kann man als 1-Monats-Pack, 3-Monats-Pack und 6-Monats-Pack bestellen. Bestellt man das 3-Monats-Pack oder das 6-Monats-Pack kann man einiges an Geld sparen. Möchte man den Nagelpilz wirklich losbekommen empfiehlt sich der Kauf des 3-Monats-Packs oder des 6-Monats-Packs (je nachdem wie stark der Nagelpilz ist). Das 1-Monats-Pack lohnt sich nicht wirklich, da man ZetaClear wenigstens 3 Monate anwenden sollte um den Pilz komplett loszuwerden.

Bei unserer Testperson hat der Pack für drei Monate gut gereicht und es war auch keine Wiederholung der Behandlung notwendig. Dabei würde unser Tester seinen Nagelpilz mit mittlerer Schwere klassifizieren.

Bezahlen kann man via Kreditkarte oder EuroDebit.

Der Versand seitens ZetaClear erfolgt schnell, diskret und zuverlässig.

Fazit: Wir können nur jedem empfehlen, der mit hartnäckigem Nagelpilz zu kämpfen hat ZetaClear einmal auszuprobieren. Von allen getesteten Mitteln zeigte ZetaClear am schnellsten seine Wirkung und der Nagelpilz war innerhalb von drei Monaten komplett verschwunden.  

Klicken Sie auf den untenstehenden Button um auf die Webseite von ZetaClear zu gelangen.

 

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Platz 2: Loceryl

loceryl gegen nagelpilzLoceryl gegen Nagelpilz: Hält Loceryl Nagellack tatsächlich was er verspricht? Im folgenden finden Sie einen ausführlichen Testbericht.

Nagelpilz, auch als Nagelmykose bekannt, ist eine sehr hartnäckige und lästige Infektionskrankheit und betrifft gut ein Drittel der deutschen Bevölkerung. Man kann verschiedene Mittel gegen Nagelpilz nutzen, wie etwa Loceryl Nagellack.

Loceryl Nagellack erhält man auch rezeptfrei in der Apotheke oder auch günstig auf Amazon. Loceryl ist in verschiedenen Packungsgrößen erhältlich: 3ml, 2,5ml und 5ml. Der Preis beträgt zwischen 19 und 40 Euro, wenn man Loceryl in einer der Versandapotheken oder auf Amazon online bestellt. In einer herkömmlichen Apotheke ist es etwas teurer.

Eine Packung enthält neben dem Fläschchen mit Loceryl Nagellack auch einen Spatel um den Lack aufzutragen,Tupfer mit Isopropanol (Nagellackentferner) und eine Packung Nagelfeilen.

Die größte Packung mit 5ml hält etwa 6 Monate, wenn 2-4 Nägel befallen sind.

Viele Menschen ziehen sich eine Nagelpilzerkrankung im Schwimmbad, in der Sauna oder Fitness-Studios zu, indem sie keine Badeschlappen tragen.

Wer den Nagelpilz erfolgreich behandeln möchte, der sollte während seiner Loceryl Kur auch darauf achten, ständig die Handtücher zu wechseln und zu kochen, nach dem Baden gut die Füße abzutrocknen (da gerade in den feuchten Zwischenräumen ein Paradies für Pilze ist). Darüber hinaus sollte jedes Familienmitglied sein eigenes Handtuch benutzen, da sonst die Gefahr besteht, dass sich der Rest der Familie auch mit dem Pilz infiziert. Weiters empfiehlt sich das tragen von Baumwollsocken, da diese atmungsaktiv sind. Natürlich sollten die Socken täglich gewechselt werden. Auch Schuhe sollte man öfters gut lüften und desinfizieren.

Wenn man diese Punkte beachtet, so schafft man sich eine gute Basis für die weitere Behandlung des Nagelpilzes mit Loceryl Nagellack.

Zur Anwendung von Loceryl Nagellack

Loceryl ist zur äußeren Anwendung gedacht. Der Lack wird auf den betroffenen Nagel mit dem Spatel aufgetragen. Loceryl enthält Amorolfin. Dieser Wirkstoff zerstört den Aufbau der Zellmembran und hält so die Ausbreitung des Pilzes auf und zerstört ihn nach und nach. Loceryl bildet eine Lackschicht auf dem Nagel, der auch beim Baden nicht abgeht. Aus diesem Grund muss man den Lack auch nur etwa einmal pro Woche neu auftragen. Innerhalb dieser Woche gibt der Lack nach und nach seinen Wirkstoff ab. Der Loceryl Nagellack selbst ist farblos und kann daher auch ohne Probleme von Männern genutzt werden.

Es empfiehlt sich vor der Anwendung von Loceryl einen Fußpfleger aufzusuchen, damit dieser mit einer Feile die Zehennägel mit einer Feile aufrauen kann. Durch die raue Oberfläche kann der Loceryl Lack besser ins Nagelbett vordringen und wirken.

Loceryl Nagellack gegen Nagelpilz sollte mindestens 3 Monate angewandt werden, besser noch ein halbes Jahr. Geduld und Ausdauer sollte man also mitbringen, da Nagelpilz einfach eine sehr hartnäckige Infektion ist. In den ersten Wochen der Anwendung kann es zu einer Blasenbildung rund um die betroffenen Gebiete kommen und es könnte jucken und brennen. Dies läßt in der Regel jedoch nach den ersten paar Wochen nach.

Wendet man den Loceryl Nagellack regelmäßig an und geht bestenfalls von Zeit zu Zeit zu einem erfahrenen Fußpfleger, so kann man nach einigen Wochen bereits die ersten positiven Veränderungen feststellen. Ab da heisst es dranbleiben und geduldig weitermachen, bis auch der letzte kleine Rest vom Nagelpilz verschwunden ist. Loceryl ist gegen Nagelpilz auf jeden Fall ein effektives Mittel.

Fazit: Da die Behandlung und vollständige Genesung sich über ein halbes Jahr  hinstrecken kann, sollte man Geduld mitbringen, wenn man sich für die Behandlung mit Loceryl entscheidet. Für beste Ergebnisse empfiehlt es sich 2x die 5ml Packung zu bestellen und es empfiehlt sich auch nach einem halben Jahr rein zur Vorsicht, die Behandlung noch etwas länger fortzuführen.

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Platz 3: Lamisil

lamisil gegen nagelpilzHilft Lamisil gegen Nagelpilz und Fußpilz? Finden Sie es heraus und lesen Sie weiter.

Ein Drittel der Deutschen hat mit dem Problem Nagelpilz bzw. Fußpilz zu kämpfen. Die Nagelmykose ist ein äußerst hartnäckiges Problem und nicht selten versuchen Betroffene ihren Nagelpilz einfach zu verstecken in der Hoffnung, dass er von allein verschwindet oder sie probieren alle möglichen Mittel gegen Nagelpilz aus, sind aber nicht diszipliniert genug und brechen die Behandlung zu zeitig ab.

Mit Lamisil gegen Nagelpilz kann man diesen lästigen “Mitbewohner” schnell loswerden, wenn man sich genau an die Dosierungsvorschriften hält.

Lamisil enthält den Wirkstoff Terbinafin. Dieser ist ein wahrer Nagelpilzkiller, schon in niedrigster Konzentration. Bei leichtem Nagelpilzbefall wirbt Lamisil damit, dass der Nagelpilz bereits nach einwöchiger Behandlung verschwindet und die Wirkung etwa zwei Monate anhält. Bei schwerem Nagelpilzbefall sollte man Lamisil gegen Nagelpilz länger anwenden.

Lamisil muss man sich nicht vom Arzt verschreiben lassen sondern kann es ohne Rezept in der Apotheke oder auf Amazon kaufen. Lamisil gibt es übrigens in verschiedenen Formen wie etwa Lamisil Creme, Lamisil Spray und Lamisil Lösung.

Lamisil Creme ist vermutlich die am meisten gekaufte Variante gegen Nagelpilz. Die Creme ist auch für sensible Haut geeignet, da sie pflegende Komponenten enthält. Bei juckendem Nagelpilz gibt es zusätzlich noch das Lamisil DermGel, welches für Kühlung sorgt.

Das Lamisil Spray ist ebenso gut wie die Lamisil Creme und eignet sich aufgrund der praktischen Sprayfunktion besonders für Leute, die sich nur eingeschränkt bewegen können und für ältere Menschen denen das Bücken schwer fällt. Auch diejenigen die oft unterwegs sind schwören auf die praktische Sprayflasche die sich leicht in der Handtasche verstauen lässt.

Für die ganz Faulen gibt es auch noch die Once Lösung von Lamisil. Hierbei handelt es sich um eine Einmalanwendung, deren Wirkstoff ein Langzeitdepot an der betroffenen Stelle bildet und dann über einen längeren Zeitraum gegen den Nagelpilz wirkt. Allerdings gibt es über Lamisil Once Lösung geteilte Meinungen, bei einigen wirkt es und bei anderen nicht. Bei einem leichten Nagelpilz ist die Once Lösung sicherlich keine schlechte Wahl, bei stärkerem Nagelpilz ist es wahrscheinlich dass man auf ein anderes Mittel gegen Nagelpilz zurückgreifen muss.

Fazit: Lamisil (Terbinafin) ist ein wirksames Mittel gegen Nagelpilz. Dem Werbeversprechen, dass es innerhalb einer Woche den Pilz vernichtet, kann man jedoch nicht glauben. Auch mit Lamisil heisst es geduldig sein. Sie sollten die Behandlung mindestens über 3 Monate fortführen und auch nach augenscheinlicher Genesung die Behandlung noch ein wenig fortführen.

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Was ist Nagelpilz?

Beim Nagelpilz, auch bekannt als Onychomykose oder Nagelmykose, handelt es sich um ein Lebewesen – einen Pilz – welches sich von den oberen Nagelschichten, also dem Keratin (Hornsubstanz) ernährt. Hat man sich erst einmal einen Nagelpilz eingefangen, so wird man ihn nur schwer wieder los. Darum ist eine Nagelpilz Behandlung oftmals langwierig und man muss ganz schön in die Trickkiste greifen und vor allem Geduld beweisen. Die Annahme, dass der Nagelpilz auch ohne Behandlung wieder verschwindet ist falsch. Eine Nagelpilz Behandlung ist unbedingt notwendig.

Wie man Nagelpilz effektiv behandelt

Aufgrund der hohen Rezidivrate von Nagelpilzinfektionen sollten Apotheker in der Lage sein, die Patienten über eine wirksame Behandlung sowie über präventive und angemessene Selbstversorgungsstrategien zu beraten, um eine erneute Infektion zu vermeiden.

Die pilzartige Nagelinfektion (Onychomykose [OM]) ist eine mykotische Infektion, die durch das Eindringen von Pilzen in die Nagelstruktur verursacht wird[1] und ist eine der häufigsten Nagelerkrankungen, die die Hälfte der Nagelanomalien bei Erwachsenen ausmacht[2]. Ihre Prävalenz in Europa liegt bei etwa 4,3% aller Altersgruppen[3] und 15,5% aller Nageldystrophien bei Kindern[4]. OM wird häufiger bei Männern und älteren Menschen diagnostiziert und betrifft 20-50% der Menschen über 60 Jahre[5]. Eine erhöhte Inzidenz bei älteren Menschen kann auf mehrere Faktoren zurückgeführt werden, darunter eine verminderte periphere Durchblutung, Diabetes, Inaktivität, relative Immunsuppression sowie ein vermindertes Nagelwachstum und eine verminderte Nagelqualität[6]. Fußnägel sind häufiger betroffen als Fingernägel.

Dieser Artikel behandelt die Ursachen, Arten und Behandlung von OM, praktische Informationen zur Anleitung der Patientenberatung und wann man sich an die Podologie wenden sollte.

Nagelanatomie und Onychomykose

Abbildung 1 zeigt die Zusammensetzung des Nagels, einschließlich der Nagelplatte (der sichtbare Teil des Nagels), des Nagelbettes (die Haut unter dem Nagel) und der Nagelmatrix.

Eine Beschädigung der Nagelstruktur kann das Wachstum, die Form und die Größe der Nägel beeinflussen und somit den Nagel für eine Infektion prädisponieren. OM kann in jeden Teil des Nagels eindringen, dringt aber typischerweise in den freien Rand des Nagels, in die Sulci oder in die beschädigte Nagelhaut ein (siehe Abbildung 2).

Wenn OM den Bereich unterhalb der Nagelplatte infiziert, produziert die Infektion ein dickes hyperkeratotisches Knötchen, das Cluster von verzweigten Filamenten (Hyphen) enthält, die als Dermatophytom bezeichnet werden (siehe Photoguide: A)[9]. Der Nagel wird dadurch stark deformiert und kann zu Nagellifting, Brüchigkeit und Verfärbung führen, was akute Schmerzen zur Folge haben kann[10]. Die abnorme Dicke des Nagels kann zu einem Weichteilabbau und/oder einer Infektion führen, was zu entzündetem subkutanen Gewebe (Cellulitis), Ulzerationen im Nagelbett (subunguale Ulzerationen) und/oder Knocheninfektionen (Osteomyelitis) führen kann[10].

Nagelpilz Ursachen

Dermatophyten

Etwa 85-90% der OM-Fälle werden durch Dermatophyten (Pilzorganismen, die Keratin zum Wachstum benötigen), wie Trichophyton rubrum und Trichophyton mentagrophtyes[5],[11], verursacht. Dermatophyten sind sehr resistent und können lange Zeit überleben, insbesondere in feuchter und dunkler Umgebung[12],[13], was erklären kann, warum Fußnägel anfälliger für OM sind als Fingernägel.

Nicht-Dermatophyten-Schimmelpilze

Etwa 2-5% der OM-Fälle werden durch nicht-dermatophytische Schimmelpilze wie Scopulariopsis, Scytalidium, Aspergillus, Fusarium und Acremonium-Arten verursacht, die typischerweise die Fußnägel befallen. Fingernägel sind selten betroffen[5],[11].

Hefen

Candida spp. ist für 5-10% der OM-Infektionen verantwortlich und befällt die Fingernägel häufiger als die Fußnägel[14].

Arten der Onychomykose

Distale seitliche subunguale Onychomykose

Die häufigste Form der OM ist die distale laterale subunguale Onychomykose (DLSO) (siehe Fotostrecke: B). Sie ist gekennzeichnet durch die Bildung von weichem gelben Keratin zwischen Nagelplatte und Nagelbett (subunguale Hyperkeratose), die Ablösung des Nagels vom Nagelbett (Onychose) und eine Hautinfektion um den Nagel herum (Paronychie). DLSO breitet sich proximal der Nagelmatrix aus[15].

Weiße oberflächliche Onychomykose

Fälle von weißer oberflächlicher Onychomykose (siehe Fotoanleitung: C) sind durch deutliche weiße “Inseln” auf der Nageloberfläche gekennzeichnet, die sich allmählich auf den gesamten Nagel ausbreiten und ihn weich und brüchig werden lassen[15].

Endonyx-Onychomykose

Weiße, milchige Flecken ohne subunguale Hyperkeratose (Keratinbildung unter dem Nagel) weisen auf eine Endonyx-Onychomykose (EO) hin (siehe Fotostrecke: D). Lochfraß ist mit einer Spaltung der Nägel verbunden. EO betrifft in der Regel die Fingernägel[15].

Proximale subunguale Onychomykose

Die proximale subunguale Onychomykose (PSO) (siehe Fotoguide: E) kommt häufig, aber nicht ausschließlich bei HIV-Patienten vor. Die Pilzinfektion beginnt an der Nagelhaut und der Nagelfalte, bevor sie die Nagelplatte durchdringt. PSO ist durch eine weiße Verfärbung gekennzeichnet, die in der Regel eine Paronychie mit etwas Ausfluss beinhaltet[15].

Totale dystrophische Onychomykose

Die am weitesten fortgeschrittene Form der OM ist die totale dystrophische Onychomykose (siehe Foto-Guide: F), die in die Nagelplatte, das Nagelbett und die Nagelmatrix eindringt und eine schwere Nageldystrophie verursacht. Es kann zu chronischen Schwellungen an der distalen Phalanx kommen, wobei der betroffene Nagel verdickt, gelb-braun gefärbt und stark deformiert erscheint[15].

Nagelpilz Diagnose

Obwohl OM deutliche klinische Merkmale aufweist, wird etwa die Hälfte der Fälle von Nageldystrophie durch eine Pilzinfektion verursacht, und daher ist die klinische Untersuchung allein selten ausreichend, um OM zu diagnostizieren[1].

Diese Merkmale sind mit anderen Nagelerkrankungen wie Psoriasis, Lichen planus oder bakteriellen Infektionen vergleichbar (siehe Tabelle 1). Neben der Untersuchung des/der betroffenen Nagels/e sollten Apotheker dem Patienten folgende Fragen stellen, um die Diagnose zu stellen[16]:

  • Wie lange haben Sie diese Erkrankung schon?
  • Haben Sie Hautkrankheiten wie Psoriasis, Lichen planus, Fußpilz?
  • Haben Sie den Nagel auf Pilzbefall oder andere Nagelerkrankungen untersuchen lassen?
  • Haben Sie ein Trauma erlitten?
  • Haben Sie in Ihrer Familie eine Nagelpilzinfektion?
  • Was ist Ihr Beruf? (Berufe, bei denen die Person mit Wasser in Kontakt kommt, können das Risiko einer OM erhöhen)
  • Tun Ihre Nägel/Zehennägel weh?
  • Beeinträchtigt das Problem tägliche Aktivitäten wie Gehen oder Stehen?

Im Idealfall sollte das OM durch direkte Mikroskopie und Kulturen bestätigt werden, um eine nicht-infektiöse Differentialdiagnose auszuschließen, um Mischinfektionen zu identifizieren und resistente OM[5],[17] zu erkennen. Etwa 30 % der Kulturuntersuchungen werden als falsch negativ gemeldet[18], und bei starkem Verdacht auf OM in Gegenwart einer negativen Kultur sollte der Test wiederholt werden.

Die British Association of Dermatologists (BAD) unterstützt die Laboruntersuchung vor Beginn der oralen Behandlung, was die Leitlinien der Public Health England (PHE)[5],[16] unterstützt. Diese Leitlinien legen jedoch nahe, dass eine orale Behandlung trotz negativer Befunde angeboten werden kann, wenn ein starker klinischer Verdacht besteht[5],[10],[15]. Die Leitlinien für die Anwendung topischer Medikamente bei DLSO sind weniger klar, und obwohl Untersuchungen eine gute Praxis darstellen würden, haben diese Behandlungen im Vergleich zur oralen Behandlung nur minimale Risiken. Eine unvollständige Probenahme könnte jedoch einen großen Einfluss auf falsch negative Ergebnisse haben. Zeitliche Einschränkungen und Kontinuität in der Arbeitsweise sollten berücksichtigt werden, da es 2-6 Wochen dauern kann, bis die Ergebnisse der Kultur und der Mikroskopie zurückkommen.

Tabelle 1

Bei der Untersuchung sollten Apotheker die folgenden Faktoren und Patientengruppen berücksichtigen und es kann notwendig sein, den Patienten an einen Podologen oder ihren Hausarzt zu überweisen:

  • Die Infektion betrifft mehr als zwei Nägel oder mehr als die Hälfte des Nagels;
  • Es liegt eine Nageldystrophie oder -zerstörung vor;
  • Der Nagelzustand scheint ein anderer zu sein als DSLO (die Differentialdiagnose durch den Apotheker ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass der Patient die richtige Behandlung erhält – wenn es irgendwelche Zweifel an der Diagnose gibt, sollte der Patient an einen Podologen oder seinen Hausarzt überwiesen werden);
  • Patienten mit Erkrankungen, die zu Pilzinfektionen neigen (z.B. Immunsuppression, Diabetes, periphere Durchblutungsstörungen);
  • schwangere oder stillende Frauen;
  • Patienten im Alter von unter 18 Jahren;
  • Wenn nach dreimonatiger Behandlung keine Besserung eintritt.

Behandlung von Nagelpilz

Die Behandlung der Nagelpilz hängt von der Art, dem Ausmaß und der Schwere der Nagelbeteiligung, den Symptomen und den Vorerkrankungen ab. Ziel der Behandlung ist es, den Erreger auszumerzen, den Nagel wiederherzustellen und eine erneute Infektion zu verhindern. Die Behandlung von OM ist eine Herausforderung und die betroffenen Nägel werden sich möglicherweise nie wieder normalisieren, da die Infektion dauerhafte Schäden verursacht haben kann.

Da OM eine hohe Rückfallrate von 40-70%[5] aufweist, sollte den Patienten Beratung über präventive und angemessene Selbstpflegestrategien zur Vermeidung einer Reinfektion angeboten werden.

Topische Behandlungen

Die kompakte und harte Natur der Nagelanatomie bedeutet, dass die topische Penetration von Medikamenten schlecht sein kann, wobei die Konzentration von den äußeren zu den inneren Bereichen um das 1.000fache abnimmt[5].

Das BAD rät, den Einsatz von topischen Antimykotika zur Monotherapie auf die Anwendung zu beschränken:

  • Oberflächliche weiße Onychomykose (außer bei transversalen oder streifenförmigen Infektionen);
  • Frühe DLSO (außer bei Längsstreifen) ohne Lunula-Beteiligung und wenn weniger als 80% der Nagelplatte betroffen sind;
  • Wenn systemische Antimykotika kontraindiziert sind.

Amorolfin

Der einzige topische Nagellack, der rezeptfrei erhältlich ist, ist Amorolfin. Er ist für leichte (nicht mehr als zwei betroffene Nägel) DLSO und Patienten ab 18 Jahren zugelassen. Amorolfin ist ein synthetisches Breitspektrum-Fungizid mit hoher Aktivität gegen Dermatophyten, sowie andere Pilze, Hefen und Schimmelpilze. Es ist als 5%iger Lack erhältlich, der ein- oder zweimal pro Woche aufgetragen werden sollte[16],[21]. Es empfiehlt sich eine Behandlungsdauer von 6 Monaten für Fingernägel und 12 Monaten für Fußnägel, daher ist die Einhaltung dieser Frist unerlässlich[16].

Vor der Anwendung sollte den Patienten empfohlen werden, die betroffenen Nagelflächen mit einer Einweg-Nagelfeile abzufeilen, die Nageloberfläche mit dem mitgelieferten Tupfer zu reinigen und die Nageloberfläche zu trocknen[16]. Die Patienten sollten daran erinnert werden, dass dieser Vorgang bei aufeinanderfolgenden Behandlungen wiederholt werden sollte; ein Schritt, der häufig versäumt wird. Zum Auftragen des Lacks sollten sterile Wattestäbchen verwendet werden, um eine Kontamination zu vermeiden.

Amorolfin behält die klinische Wirksamkeit im Nagel für 14 Tage nach der Behandlung bei; allerdings führt die zweimal wöchentliche Anwendung zu besseren Ergebnissen im Vergleich zur einmal wöchentlichen Anwendung (71% gegenüber 76% mykologischer Heilung)[22],[23]. Die Einhaltung der Vorschriften ist unerlässlich; die Apotheker sollten die Patienten angesichts der verlängerten Behandlungsdauer von 6-12 Monaten zur Fortsetzung der Behandlung ermutigen. Nebenwirkungen sind selten und beschränken sich auf Nagelerkrankungen (z.B. Verfärbungen, gebrochene und brüchige Nägel), die mit der OM selbst zusammenhängen können.

Tioconazol

Ärzte empfehlen auch Tioconazol (Trosyd), ein verschreibungspflichtiges Medikament, für oberflächliches und distales OM[5]. Tioconazol ist ein Imidazol-Derivat mit einem breiten Wirkungsspektrum gegen Dermatophyten und hefeähnliche Pilzarten. Es ist als 283mg/mL medizinischer Nagellack erhältlich und wird zweimal täglich auf die betroffenen Nägel aufgetragen. Die Behandlungsdauer beträgt je nach Erreger, Schwere und Ort der Infektion 6-12 Monate. Zu den häufigen Nebenwirkungen gehören leichte und vorübergehende lokale Irritationen, die normalerweise in der ersten Woche der Behandlung auftreten[24].

Systemische Therapie

Bei Erwachsenen mit bestätigter OM wird eine systemische Therapie empfohlen, wenn Selbstversorgungsstrategien mit oder ohne topische Therapie erfolglos oder ungeeignet sind. Eine kürzlich von Cochrane durchgeführte systematische Überprüfung der oralen Antimykotika-Behandlung der Zehennagel-OM bei mehr als 10.000 Patienten fand hochwertige Hinweise darauf, dass Terbinafin und Azol im Vergleich zu Placebo eine wirksame Behandlung zur mykologischen und klinischen Heilung darstellen[11].

Terbinafin und Itraconazol gelten als die Hauptstütze der oralen Therapie von OM, obwohl Terbinafin aufgrund der besseren Heilungsraten im Vergleich zu Azol bei Zehennagel-OM im Allgemeinen gegenüber Itraconazol bevorzugt wird[11],[16]. Andere systemische Therapien stehen zur Verfügung (siehe Tabelle 2).

Tabelle 2

Kombinationstherapie

Eine topische und systematische Kombinationstherapie kann eine synergistische antimikrobielle Wirkung erzielen. Dies empfiehlt sich für Patienten, die auf eine topische Behandlung allein schlecht angesprochen haben[5]. Amorolfin 5% Nagellack mit systemischen Antimykotika wurde durch eine Meta-Analyse und systematische Überprüfung unterstützt, um einen höheren Prozentsatz der gesamten OM-Clearance im Vergleich zur Monotherapie mit systemischem Terbinafin zu erreichen, ohne dass es zu einer Zunahme der Nebenwirkungen kommt[30].

Photodynamische Therapie

Bei der photodynamischen Therapie wird eine Kombination aus Lichtbestrahlung und einem photosensibilisierenden Medikament eingesetzt, um ausgewählte Zellen zu zerstören. Lasertherapien, wie Neodymyttrium-Aluminium-Granat und Low-Level-Laser, zielen darauf ab, das Pilzwachstum selektiv zu hemmen[31]. Diese alternativen Therapien können geeignet sein, weil sie selektiv auf lokale Infektionen reagieren und systemische Nebenwirkungen vermeiden; allerdings gibt es kaum verlässliche Daten über die Wirkung[5].

Lebensstilberatung

Nach Angaben des National Institute for Health and Care Excellence (NICE) benötigen Patienten Beratung rund um die Fußpflege, um Situationen zu vermeiden und zu minimieren, die für OM prädisponieren (z. B. längere Exposition gegenüber feuchten Bedingungen, okklusives Schuhwerk, Vermeidung von beschädigten Nägeln und Gewährleistung einer sorgfältigen Hygiene des betroffenen Fußes)[14].

Die Behandlung muss eine Kombination aus angemessener Hygiene und Fußpflege umfassen, da das Risiko einer Reinfektion hoch ist. Die Selbstpflege zur Verhinderung einer Infektion sollte bis zur Ausrottung des Pilzes, die bis zu 18 Monate dauern kann, konsequent praktiziert werden[14].

Apotheker sollten die Patienten zur Nagelpflege beraten, die Füße täglich waschen und abtrocknen, das richtige Schuhwerk verwenden und die Verwendung von Anti-Pilz-Pulver fördern, um die Schuhe frei von Krankheitserregern zu halten.

Lebensstilberatung für Fußpflege und Hygiene

Ja:

  • Sorgen Sie für eine gute Fußhygiene, indem Sie die Füße täglich waschen und richtig trocknen (besonders zwischen den Zehen);
  • Minimieren Sie die Exposition gegenüber Umgebungen, die Onychomykose aggregieren (z.B. warme, feuchte Bedingungen);
  • Tragen Sie gut angepasste Schuhe, die nicht okklusiv sind, um Traumata zu vermeiden und die Transpiration zu begrenzen;
  • Ersetzen Sie alle alten Schuhe und alten Socken, um eine erneute Infektion zu vermeiden[32];
  • Tragen Sie atmungsaktive oder antimikrobielle Socken (z.B. aus Baumwolle, Bambus oder Faserbändern);
  • Behandeln Sie alle Familienmitglieder, um Kreuzinfektionen zu vermeiden;
  • Vermeiden Sie Nageltraumata.

Nein:

  • Kosmetische Nagellacke oder künstliche Nägel auftragen;
  • Nagelknipser mit anderen teilen;
  • Ohne Schuhe in öffentlichen Bereichen (z.B. Fitnessstudio, Hotelzimmer, Saunen) herumlaufen;
  • Die Nägel zu kurz schneiden

Wann man sich an einen Podologen wenden sollte

Bevor eine topische oder orale Therapie eingeleitet wird, sollten die Patienten idealerweise zum Nageltrimmen und Débridement an einen Podologen überwiesen werden. Dies hilft, möglichst viel Pilz zu entfernen und verbessert die topische Wirkstoffpenetration. Débridement allein kann nicht zur Behandlung von OM empfohlen werden; Patienten, die eine Kombination aus Débridement und topischem Nagellack verwenden, haben eine signifikante Verbesserung der mykologischen Heilung im Vergleich zum reinen Débridement gezeigt[23]. Patienten mit einem Nageltrauma aufgrund von Schuhwerk, dystrophischen Zehennägeln, die andere Zehen betreffen oder die Beschwerden beim Gehen aufgrund verdickter Zehennägel beschreiben, sollten ebenfalls überwiesen werden.

Wenn die Behandlung mit topischen, oralen und kombinierten Therapien fehlschlägt, kann ein Podologe möglicherweise eine chemische oder chirurgische Nagelentfernung (vollständige oder teilweise Entfernung der Nägel) durchführen.

Wenn es Zweifel an der ursprünglichen Diagnose gibt oder wenn keine Verbesserung der Behandlung zu erkennen ist, sollten Apotheker die Patienten an einen Podologen oder ihren Hausarzt überweisen.

Und wie entsteht Nagelpilz?

Erschreckend aber wahr: Der Nagelpilz lauert überall. Täglich kommen wir mit den sogenannten Trichophyton Pilzen in Kontakt. Sei es im Kontakt mit befallenen Menschen oder Tieren, oder bei Arbeiten im Garten oder Schwimmbad und Sauna. Allerdings kann man sich nur anstecken, wenn der Organismus geschwächt ist. Das heisst der Nagelpilz befällt bevorzugt Menschen, die eine kleine Hautverletzung haben, Menschen die unter Schweißfüßen leiden, Personen welche oft im Schwimmbad sind (ohne Badeschlappen) oder auch Menschen welche unter Diabetes, Fettleibigkeit, Vitaminmangel oder kalten Extremitäten leiden. Weiterhin kann die Einnahme von der Antibabypille oder Antibiotika begünstigend für eine Nagelpilzinfektion sein. Für die erfolgreiche Nagelpilz Behandlung sollte man wissen, dass der Nagelpilz oftmals vom Nagelrind in das Nagelbett eindringt und so den Nagel bzw. dessen Wachstumszone zerstört. Die Folge: Ein unschöner verkrümmt nachwachsender Finger- oder Fußnagel in gelbweißlicher Färbung.

Nagelpilz Symptome

Wer vermutet, dass er unter Nagelpilz leidet, sollte seine Nägel auf folgende Nagelpilz Symptome untersuchen:

  • Die Nägel sind sehr brüchig und bröckeln bzw. brechen leicht ab.
  • Die Nägel sind extrem verformt und werden dicker.
  • Die Nägel verändern ihre Farbe (oftmals weißlich-gelb).
  • Einer oder mehrere Nägel trennen sich von der Haut ab.

Können Sie solche Symptome bei ihren Nägeln feststellen, so sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen, um feststellen zu lassen, ob es sich tatsächlich um Nagelpilz handelt.

Sollte dies der Fall sein, können Sie mit Hilfe Ihres Arztes eine gezielte Nagelpilz Behandlung beginnen.

Wie kann ich die Nagelpilz Behandlung beschleunigen?

Einen Nagelpilz ohne Behandlung wieder loszuwerden ist schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Hier sind einige Tipps für eine erfolgreiche Behandlung der Nagelmykose:

  • Kleidungsstücke, von denen man glaubt, dass sich darin Pilze verstecken sollten mit desinfizierenden Sprays gereinigt werden bzw. zur chemischen Reinigung gebracht werden. Erfolgt keine Reinigung, so wird man sich immer und immer wieder mit dem Nagelpilz anstecken und es kann keine erfolgreiche Nagelpilz Behandlung erfolgen.
  • Insbesondere Lederhandschuhe und Schuhwerk sollten möglichst oft desinfiziert werden.
  • Reinigen Sie Fußböden, Badematten und Teppiche öfter als gewöhnlich und sehr gründlich.
  • Es empfiehlt sich außerdem in öffentlichen Bädern, Saunen usw. Badeschlappen zu tragen, um einer Nagelpilz Ansteckung vorzubeugen bzw. die Behandlung zu begünstigen.
  • Für eine erfolgreiche Nagelpilz Behandlung ist das tägliche Wechseln von Unterwäsche und Socken Pflicht, außerdem sollte diese Wäsche so heiss wie möglich (65-90 Grad) gewaschen werden.
  • Nach dem Baden sollten besonders die Füße gründlich abgetrocknet werden.
  • Wenn möglich auf Kunststoff-Schuhe verzichten, besser Schuhe kaufen in dem der Fuß atmen kann, beispielsweise Schuhe aus Leder oder Stoffschuhe haben sich bei der Behandlung von Fußnagelpilz bewährt.

Dies waren ein paar Tipps, wie man Nagelpilz vermeiden bzw. die Nagelpilz Behandlung begünstigend unterstützen kann.

Die medikamentöse Behandlung von Nagelpilz

Natürlich braucht man für eine erfolgreiche Nagelpilz Behandlung professionelle Hilfe vom Arzt bzw. Fußpfleger. Die Behandlung beginnt mit der Entfernung des befallenen Nagels bzw. der befallenen Nägel. Hier kratzt man mit der Nagelschere die befallenen Teile der Nagelplatte ab und feilt den Rest mit einer Sandblattfeile ab. Diese Feile sollte man danach entsorgen, damit sich der Pilz nicht auf den Nächsten überträgt bzw. wieder kommt. Bei der Nagelpilz Behandlung mit Schere und Feile sollte man darauf achten, dass nichts blutet oder schmerzt. Ist man sich nicht sicher so kann man dies auch von einem Experten erledigen lassen. Insbesondere Diabetiker sollten den Nagelpilz von einem erfahrenen Fußpfleger behandeln lassen.

Apotheken bieten eine Vielzahl an Nagellacks und Nagelcremes für die Nagelpilz Behandlung an. Diese sind jedoch nur nur sinnvoll, wenn nicht allzu viele Nägel betroffen sind und ein Teil des Nagels noch gesund ist.

Empfehlenswerte Nagelpilz Medikamente sind beispielsweise Zetaclear, Loceryl Nagellack (Anwendung: 2x wöchentlich) oder Batrafen Nagellack (Anwendung: 1x wöchentlich).

Die Nagelpilz Behandlung ist sehr langwierig und zieht sich über einen Zeitraum von sechs bis acht Monaten. In dieser Zeit ist eine kontinuierliche Behandlung obligatorisch.

Abseits von Nagellack und Nagelcremes sind auch Nagelpilz Tabletten erhältlich. Hier haben sich beispielsweise Sempera Tabletten mit einer Kombination von Fluconazol, Griseofulvin und Itraconazol sowie Lamisil Tabletten mit dem Wirkstoff Terbinafin bewährt. Diese Tabletten helfen insbesondere bei der Fingernagelpilz Behandlung recht schnell, im Schnitt ist man den Nagelpilz nach sechs bis acht Wochen wieder los. Bei Fußpilz ist die Nagelpilz Behandlung mit Tabletten schon langwieriger, es empfiehlt sich hier zu anderen Mitteln wie etwa Zetaclear, Lamisil Creme oder Loceryl Lack zu greifen.

Auch mit Homöopathie kann eine Nagelpilz Behandlung erfolgen. Homöpathische Mittel zur Behandlung von Nagelmykose sind Kalium chloratum und Kalium phosphoricum. Betreffend Anwendung und Dosierung sollte hier der verschreibende Arzt kontaktiert werden.

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